Mittwoch, 9. März 2011

Moderne Sklaverei: 90 Dollar pro Leibeigenen

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN gibt ein Experte auf dem Gebiet der modernen Sklaverei Einblicke in eine Welt, die perfider nicht sein könnte. Kaufe ich mir für 90 Dollar ein neues Paar Schuhe oder doch einen Leibeigenen?

Kostete ein Sklave vor 200 Jahren noch 40.000 US-Dollar (auf die heutige Kaufkraft des US-Dollar umgerechnet), so kriegt man ihn heute bereits für 90 US-Dollar. Der Grund für den Preisverfall ist die rasant gestiegene Bevölkerung der Erde in den vergangenen zwei Jahrhunderten. Es zeigt, welch seltsame Blüten das Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage hervorbringen kann. Durch die rasant steigende Angebotsmenge an potentiellen Sklaven, die vornehmlich aus Entwicklungsländern stammen, sinkt bei relativ konstanter Nachfrage der Preis.

Für einen modernen Sklavenhalter macht es überdies auch keinen Sinn, für einen erkrankten Sklaven (teure) Medizin zu besorgen, es ist kostengünstiger und somit ökonomisch vernünftiger, den erkrankten Sklaven sterben zu lassen und sich einen neuen zu kaufen.

Neben den klassischen Sklavenmärkten - Prostitution und der Arbeit in "Ausbeuterbetrieben" - finden sich auch in der Kaffee- und Tee-Produktion viele Sklaven. Wir können uns also unseren Kaffee/Tee schmecken lassen, in der Gewissheit, dass er möglicherweise von einem Sklaven produziert wurde...

In der Blütezeit der Sklaverei, der Entdeckung und Besiedlung der heutigen USA, gab es natürlich auch Sklaven, die sehr schlecht behandelt wurden, im Normalfall waren sie allerdings durchaus Teil der Familie.

Ein gelungenes Buch über die historische Sklaverei findet ihr hier.

Quelle: 1

Kommentare:

  1. wahnsinn wie dort auf cnn berichtet wird ... also ob es nichts besonderes wäre ... mit prozentangaben und allem drum und dran! da dürfen wir deutschen eigentlich froh sein für nen mindestlohn arbeiten zu dürfen.

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  2. dieser kommentar:
    "eigentlich froh sein für nen mindestlohn arbeiten zu dürfen."
    -_-

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