Dienstag, 15. Februar 2011

Lebensmittelpreise in China steigen um 4,6 Prozent - innerhalb von zehn Tagen

Wie das chinesische Statistikbüro mitteilte, haben sich die Lebensmittelpreise in China zwischen dem 21. und 31. Januar um 4,6 Prozent verteuert. Die Gegenmaßnahme: Lebensmittel sollen künftig eine geringere Gewichtung bei der Berechnung des Konsumgüter-Preisindex (= Inflations-Index) einnehmen.

Preistreiber waren vor allem Bohnen und Gemüse. Die Daten sind natürlich verzerrt, durch das chinesische Neujahrsfest und den entsprechenden Einkäufen der Chinesen für dieses Fest. Dennoch sind durchschnittliche 4,6 Prozent Steigerung innerhalb von zehn Tagen schon enorm und zeigen, wie sehr sich Lebensmittel dieser Tage weltweit verteuern. Die Daten für die ersten zehn Tage des Februars stimmen da auch nicht so wirklich fröhlich: Abermals 2,6 Prozent ging es in diesem Zeitraum aufwärts mit den Lebensmitteln.

Auch die chinesische Regierung kennt das Spiel mit den geschlossenen Augen, ähnlich wie es die westlichen Regierungen kennen. Statt einer wirklichen Maßnahme wird zunächst an der Statistikschraube gedreht und beschlossen, den Lebensmittelpreisen weniger Anteil am Konsumgüter-Preisindex zuzugestehen.

Und wieder ein Paradebeispiel für die anscheinend eigentliche Aufgabe der politisch Herrschenden: Augen schließen, die eigenen und diejenigen, die es noch nicht am eigenen Geldbeutel bemerkt haben.

Quellen:
Daten für Februar-Periode
Daten für Januar-Periode
http://imarketnews.com/node/26452
http://www.zerohedge.com/article/according-its-national-bureau-statistics-chinese-food-prices-have-increased-46-ten-days

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