Freitag, 4. Februar 2011

Ein Plädoyer gegen die Frauenquote


Die Massenmedien haben uns diese Woche mal wieder aufdiktiert, worüber wir diskutieren sollen. Nicht nur, dass eine Frauenquote die Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern manifestiert, sie führt die durchaus berechtigten Forderungen von so mancher Frau ad absurdum. 

Die Idee, Unternehmen via Gesetz dazu zu zwingen, x Prozent von Vorstandsposten mit Frauen zu besetzen, sorgt für mehr Ungerechtigkeit, es ist – wie so oft, wenn sich die Regierung etwas in den Kopf setzt – eine Verschlimmbesserung. Es sollen Frauen qua Geschlecht in Posten gehievt werden, für die sie möglicherweise gar nicht geeignet sind. Die altehrwürdige Maxime der Wirtschaft, nach der der oder die Beste den Job bekommt, soll ersetzt werden durch eine festgesetzte Quote, die blind ist für Eignung, Fähigkeiten und Potential. Es hört sich fast so an, als wäre jede Frau per se dazu befähigt, einen Vorstandsposten auszufüllen. Das dem nicht so ist, liegt auf der Hand. Nicht jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht, hat eine genügend hohe Stress-Resistenz für derartige Positionen.

Es gibt durchaus Gebiete, die einer gesetzlichen Regelung bedürfen. Statt eine Frauenquote einzuführen, sollte man zunächst mal darüber nachdenken, warum Frauen immer noch weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Gleichberechtigung beginnt bei der Entlohnung, nicht bei einer festgesetzten Verteilung der Vorstandsposten. Dieses gesellschaftspolitische Placebo der Bundesregierung soll davon ablenken, dass wir bei der Entlohnung beginnen müssen, gerne auch per Gesetz. Die Wirtschaft hatte genug Zeit, um die Löhne anzupassen, sie ist nicht gewillt dies zu tun, also kann und muss der Staat per Gesetz den Zwang einführen, dass Menschen für gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Übrigens gibt es diese Lohnunterschiede nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch zwischen Ost- und Westdeutschen.

Warum ist nun eine Frauenquote schlecht? Sie führt zu einem Effizienzverlust der Wirtschaft, weil es nicht mehr darum geht, die besten Leute zu finden, sondern um eine Gleichmacherei auf Kosten der Männer. Die jahrelange Benachteiligung der Frauen soll jetzt abgelöst werden durch eine Benachteiligung der Männer. Der Mann, der möglicherweise besser für einen Vorstandsposten geeignet ist, wird wenig Verständnis dafür haben, wenn er die Stelle nicht bekommt, weil irgendeine Quote erfüllt werden muss.
Die Frauen, die durch die Quote diese Stellen bekommen, können sich auch nur kurz darüber freuen. Das Prädikat „Quoten-Frau“ werden sie so schnell nicht los, wie es um das kollegiale Verhältnis bestellt ist, muss nicht erwähnt werden.

Liebe Politiker, liebe Gender-Fanatiker: Macht ein Gesetz, dass die gleiche Entlohnung vorschreibt, statt solch einen Blödsinn vorzuschlagen. 95 Prozent der Frauen ist mit einer Frauenquote nicht geholfen, sie haben entweder nicht die Qualifikation für einen Vorstandsposten oder wollen gar nicht eine derartige Karriere hinlegen. Dass es der Wirtschaft mehr Geld kostet, die Löhne anzugleichen, steht außer Frage, aber dieser Preis ist notwendig, wenn wir den nächsten Schritt der Gleichberechtigung gehen wollen.
Und diejenigen Frauen, die Karriere machen wollen, müssen sich, wie alle anderen auch, durchbeißen, vielleicht auch mehr als ein Mann. Gleichberechtigung bedeutet dem Wort nach lediglich, dass es eine gleiche Berechtigung zu etwas gibt, nicht mehr. Die Berechtigung, in einem Vorstand zu sitzen, haben die Frauen. Daraus eine Pflicht abzuleiten, ist falsch.

Der Mann, der in einem Kindergarten als Erzieher arbeitet, hat ebenso die Berechtigung dazu. Dass dieser sich gerne skeptischen Blicken besorgter Eltern ausgesetzt sieht, die einen Pädophilen in ihm sehen, ist die Kehrseite dieser Berechtigung.

Kommentare:

  1. der bessere soll gewinnen, egal ob männlein oder weiblein, Deutschland ist ein "Bildungsland" alle müssen beweisen, für einen bestimmten Posten geeignet zu sein.

    Besser man verhindert Vetternwirtschaft, oftmals werden potentielle Bewerber/innen nicht eingestellt, weil sie eine Gefahr für andere Stelleninhaber bedeuten (Konkurenz)
    dabei weiss jeder Arbeitgeber - Konkurenz belebt das Geschäft, jeder wird sein Bestes geben, bei Vetternwirtschaft werden Günstlinge und Abhängigkeiten geschaffen, die
    den jeweiligen Stelleninhabern die eigene Position sichern, was oft nicht im Interesse der Unternehmen ist

    Wenn es aber keine Frauenquote geben soll, dann soll es auch keine Integrationsquote geben und auch keine Männerquote in typischen Frauenberufen (angeblich wollen die Grünen 40 % aller Stellen im "öffentlich Dienst" mit Bürgern moslemischer/ukrainischer Herkunft besetzen - ganz nebenbei zum Quotenthema - irgendwann sind es dann auch 40 % der Stellen in der freien Wirtschaft ?)

    Wenn es eine Integrationsquote geben soll, aber keine Frauen-/Männerquote fühle ich mich als Deutsche im eigenen Land benachteiligt.

    Man stelle sich vor 40 % der Stellen mit Bürgern fremder Herkunft, 30% deutscher Frauen und 30% deutscher Männer, wie lange wird es dauern bis die entsprechenden Stellen besetzt sind, oder müssen manche Stellen sogar frei bleiben weil die Quotenvorschriften nicht erfüllt werden weil es nicht genug Quotenbürger mit dem entsprechend geforderten Qualifikationen gibt ? Oder nehmen wir von den 40 % Bürgern nicht deutscher Herkunft gleich 20 % Frauenanteil möglicherweise sogar für niedriger bezahltere Jobs und hebeln damit gleich die Frauenquote wieder aus, so das Frauen deutscher Herkunft noch weniger Chance auf eine Stelle im eigenen Land haben ?

    Den deutschen Politikern ist alles zuzutrauen nur nix gutes mehr.

    Schade eigentlich.
    Lieb Vaterland schlaf ruhig weiter.

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