Freitag, 28. Januar 2011

Dollar-Kollaps durch saudi-arabische Revolution?

Ist der Verkauf des saudi-arabischen Öls in US-Dollar die Sollbruchstelle des Systems? Was passiert, wenn sich die derzeitigen Revolutionen auf Saudi-Arabien ausbreiten und wie wahrscheinlich ist dies?

Saudi-Arabien ist das Land mit den meisten Ölvorkommen auf der Welt. Anders als beispielsweise der Irak, in dem die Infrastruktur zu wünschen übrig lässt, ist Saudi-Arabien gleichzeitig auch der größte Ölproduzent. Seit nunmehr 40 Jahren, nachdem US-Präsident Nixon das System fester Wechselkurse und den Goldstandard auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgte, hängt das Weltwährungssystem vom US-Dollar ab. Dieser wiederum ist darauf angewiesen, dass Rohstoffe, allen voran Erdöl, in US-Dollar gehandelt werden, damit die Schulden-Orgie der USA durch weltweite Inflation finanziert werden kann. 

Saudi-Arabien ist seit jeher ein enger Wirtschaftspartner der USA, selbst die bis heute nicht vollends aufgeklärten und lediglich durch eine Pseudo-Untersuchungskommission beleuchteten Anschläge des 11. September konnten dieser engen Verbindung keinen Abbruch tun. (15 der „Terroristen“ kamen aus Saudi-Arabien.)
Die Beziehungen können demnach durch nichts wirklich getrübt werden, denn wenn das politische und mediale Großereignis 9/11 nicht zu einer Abkühlung der Beziehungen führt, was denn dann?

Das Internet.

10 Millionen Saudis sind mittlerweile online, 3 Millionen sind auf Facebook, Twitter und Co. unterwegs. Wir konnten in Tunesien und auch in Ägypten (Bevor der Internet-Kill-Button gedrückt wurde) sehen, wie mächtig das Volk mit Hilfe des Internets werden kann. Die momentane Revolutions-Welle kann auch Saudi-Arabien erreichen. Auch dieses Land ist autokratisch. Auch dieses Land hat eine wohlhabende Elite, während das einfache Volk wenig abbekommt vom Petro-Reichtum. Auch hier existiert also der notwendige Nährboden für eine Revolution: Während die saudische Königsfamilie in Palästen wohnt, kann sich die Bevölkerung im Vergleich zu ihren direkten Nachbarn zwar noch glücklich schätzen, die Frage jedoch ist, wie lange dies noch so bleibt. Wird die Losung „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“ für Saudi-Arabien symptomatisch?

Wo auch immer man hinblickt, die Probleme ähneln sich: Jemen, Syrien oder Libyen, überall gärt es, nur mehr übertüncht durch staatliche Gewalt und der Tatsache, dass diejenigen Menschen, die auf die Straße gehen würden, wohl noch zu mutlos sind oder schlicht zu hungrig.

Eine wichtige Frage bleibt: Wer profitiert von den Umbrüchen?

Zweifellos die Demokratie und mit ihr die Länder, die sich die Demokratie auf die Fahne geschrieben haben, sie gleichzeitig aber mehr und mehr aushöhlen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Oppositionellen  von westlichen Staaten bzw. Geheimdiensten unterstützt werden, um „demokratische Strukturen“ zu etablieren, auch wenn dies zu dieser Zeit nicht mehr als Spekulation ist. Bei der Etablierung dieser Strukturen werden dann die heißgeliebten Regierungen der „nationalen Einheit“ helfen, meist angeführt von Menschen, die dem Westen näher stehen, als dem Land, welchem sie dienen sollen. Marionetten-Regierung ist oftmals ein Synonym für eine Regierung der nationalen Einheit, ein Blick in die Geschichte der US-Außenpolitik reicht aus, um dies zu erkennen.

Steht am Ende der Reihe der Revolutionen also das Königreich Saudi-Arabien? Es wäre immerhin das Ende des US-Dollar. Sollte es nämlich zur  Revolution in Saudi-Arabien kommen, wird der Ölpreis nicht sinken, ganz im Gegenteil. Dies könnte der Schlusspunkt für ein Weltwährungssystem sein, welches den US-Dollar als Weltreservewährung benötigt. 

Die derzeitigen Umbrüche sehen für mich jedenfalls zu konzertiert aus, als dass sie von ganz allein und ohne westliche Intervention von statten gingen. Wenn man davon ausgeht, dass hinter diesen Revolutionen nicht gewählte und somit nicht-legitimierte Mächte stehen, dann drängt sich die Frage auf, was diese mit den Revolutionen bezwecken wollen. In der NWO-Mottenkiste finden sich viele Möglichkeiten: Die Etablierung einer Weltwährung steht wohl relativ weit oben auf der Agenda von Bilderberger, CFR und TC. Ob diese durch eine Revolutions-Welle im Nahen Osten und Nord-Afrika eingeführt werden kann, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Andererseits könnten diese Revolutionen auch erst der Anfang sein. Je nachdem wie weit die Inflations-Daumenschraube noch gedreht wird, stehen uns durchaus auch in anderen Ländern Revolutionen ins Haus. Mitunter auch in Ländern, von denen wir uns heute noch nicht vorstellen können, dass ausgerechnet diese Bevölkerung aufsteht und sich ihr Land zurückholt. Die Abkehr der US-Bevölkerung von ihrer Polit-Kaste lässt zumindest darauf hoffen, dass Revolutionen auch im Westen möglich sind.

Quelle: http://www.thedailybell.com/1717/Fall-of-Saudi-Arabia-to-End-Dollar-Reserve-System.html

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Kommentare:

  1. 'Die derzeitigen Umbrüche sehen für mich jedenfalls zu konzertiert aus, als dass sie von ganz allein und ohne westliche Intervention von statten gingen'
    Ich kann mich der Analyse nicht anschliessen. Der Aufstand in Tunesien war so spontan, wie ein Aufstand nur sein kann. Man kann immer die NWO hinter allem vermuten (das ist auch grundsätzlich legitim) aber in diesem Falle bin ich nicht der Meinung, dies sei so geplant worden. Betreffend Saudiarabien geht es halt den Saudis selbst viel zu gut (finanziell) als das eine Revolte im grossen Styl möglich wäre. Die Saudis sind im Gegenteil massgeblich an der heutigen schlimmen Situation in arabischen Ländern sowie dem Gespenst Terrorismus mitbeteiligt. Ben Ali geht es ja auch ganz gut dort - ausser das seine Frau, die Trabelsi - das Kopftuch nicht gutiert. Ihren tiefgekühlten Joghurt aus St. Tropez kann sie sich wahrscheinlich immer noch leisten mit den 1.5 Tonnen Gold, die sie persönlich mitgehen liess...

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  2. Hallo Armin!

    Vielen Dank für deine Nachricht. Zunächst muss ich dir widersprechen: Ich vermute nicht hinter jedem Protest die gemeine NWO-Bilderberg-Clique. :)

    Das Problem, das ich mit den Protesten habe, ist, dass diese in so vielen Ländern aufkommen. Es sind ja nicht nur Tunesien und Ägypten.

    Wegen Ägypten empfehle ich dir diesen Link:

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/egypt/8289686/Egypt-protests-Americas-secret-backing-for-rebel-leaders-behind-uprising.html

    Mit "westlicher Intervention" ist nicht gemeint, dass die Proteste ohne den Westen nicht vonstatten gehen würden. Aber der Westen unterstützt das Bestreben der Bevölkerung nach Demokratie.

    Viele Grüße!

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